Nehren - Fachwerkdorf im Streuobstparadies

 

 

 

  Zahlen Auskunft
 

Einwohnerzahl: 4.135

Fläche: 8,58 Qudratkilometer

Lage:Im Zentrum von Baden-Württemberg zwischen Universitätsstadt Tübingen und Burg Hohenzollern

Gemeindeverwaltung im Rathaus
Hauptstraße 32 - 72147 Nehren
Tel: 07473/3785-0
nehren.de

 

  Stadt- und Fachwerkgeschichte
 

Nehren wurde erstmals 1086 urkundlich genannt. Siedlung und Gemarkung entstanden im 15. und 16. Jahrhundert bei der Zusammenlegung der Orte Hauchlingen und Nehren. Aus der Hallstattzeit (800 bis 5. Jahrhundert v. Chr.) sind 30 Grabhügel erhalten, das Gelände liegt heute nordöstlich oberhalb der Bahnlinie Tübingen-Hechingen. Zwischen Tübingen und der Burg Hohenzollern liegt das schöne Fachwerkdorf am Fuße der Schwäbischen Alb mitten im Schwäbischen Streuobstparadies. Der Ortskern steht unter Denkmalschutz. Eine Besonderheit sind die giebelständigen Fachwerkhäuser mit ihren Scheunen, teilweise aus dem 15. Jahrhundert und nach dem 30-jährigen Krieg erbaut. In der spätgotische Veitskirche mir ihrem Fachwerkturm, befindet sich über dem Altar ein Kruzifix des Münchener Künstlers Karl Hemmeter, der auch den auferstandenen Christus in der „Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche“ in Berlin geschaffen hat. Nehrens Schatz bilden über 8.000 Obstbäume, die während der Obstblüte die Natur und Landschaft verzieren. Das Kirschwasser hat viele Schwarzwälder-Kirschtorten bereichert, das Dorf hat berühmte Söhne: Der Philosoph Hans Vaihinger wurde 1852 in Nehren geboren. Er schaffte es bis in die berühmte Encyclopedia Britannica, galt als einer der bedeutendsten deutschen Philosophen seiner Zeit, entwickelte die „-Philosophie“ des „Als ob“ und gründete 1904 in Halle die „Kant-Gesellschaft“. „Wir wollen Wulle“ - das war und ist heute wieder Kult. Diesem Bier gab der Ehrenbürger Ernst Immanuel Wulle seinen Namen. „Vom Bettelbub zum Bierbrauer“, der Gründer der größten Brauerei in Stuttgart war ein Mann von unternehmendem Geist und gutem Herzen, der nie vergaß, dass er aus Nehren kam.

 

  Sehenswert
 
  • Veitskirche - 14. Jahrhundert - Hauchlingerstraße
  • Fachwerkhäuser und Scheunen - Hauchlinger-, Haupt- und Kappelstraße
  • Gasthof Schwanen - 18. Jahrhundert - Hauptstraße
  • Altes Schulhaus - 19. Jahrhundert - Wilhelmstraße
  • Lehr- und Erlebnispfade
  • "Baum des Jahres" - ein Lehrpfad
  • Streuobstlehrpfad
  • Geschichtspfad

 

  Feste und Feiern
 
  • Kirschblütenfest (alle zwei Jahre im April)
  • Wulle-Fest und Dorffest (alle zwei Jahre im Juli)
  • Naihremer Kirbe (Oktober)
  • Adventsmarkt (letztes Novemberwochenende)