Mühlhausen - Mittelalterliche Schönheit  
 

 

  Zahlen Auskunft
 

Einwohnerzahl: 36.000

Fläche: 86,35 Quadratkilometer

Lage: Geografischer Mittelpunkt Deutschlands, im Nordwesten des Thüringer Beckens. Im Westen durch den Nationalpark Hainich und im Norden durch das Obereichsfeld begrenzt, direkt am Unstrutstrom.

Tourist Information Mühlhausen
Ratsstraße 20, 99974 Mühlhausen
Tel.: 03601-404770

Stadtverwaltung Mühlhausen
Ratsstraße 19, 99974 Mühlhausen
Tel: 03601-4520


www.muehlhausen.de

  Stadt- und Fachwerkgeschichte
  Schon von den umliegenden Höhen ziehen die Kirchen und Türme der Stadt bewundernde Blicke auf sich. In der Stadt zeigt Mühlhausen sein historisches Gesicht. Mit dem um 1300 errichteten Rathaus, elf mittelalterlichen Kirchen, dem 2750 Meter langen, fast vollständig erhaltenen inneren Stadtmauerring, mit Bürgerhäusern, Straßen, Gassen und Plätzen, die eine Zeitreise wert sind. Als Pfalzort Ottos II. erstmals 967 erwähnt, entwickelte sich die Siedlung zur Reichsstadt, deren Bürger im Jahr 1251 die städtische Selbstverwaltung errangen. Tuchweberei, Waidanbau und die Lage an wichtigen Handelsstraßen waren die Grundlage dieser Blütezeit. Im 16. Jahrhundert ein Zentrum der frühen Reformation und des Bauernkrieges, predigte 1525 der radikale Reformator Thomas Müntzer in der Marienkirche. Mit der Reformation entwickelte sich die Stadt zu einer bis heute lebendigen Pflegestätte der Kirchenmusik. So wirkte von 1707 bis 1708 Johann Sebastian Bach als Organist an der Divi-Blasii-Kirche.
Trotz verheerender Stadtbrände blieben viele schöne und repräsentative Fachwerkhäuser  aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Zu sehen in der Herren- und Holzstraße, bei der Marienkirche, in der Linsenstraße und an vielen Einzelstandorten. Die Sanierung öffentlicher Gebäude, vieler Bürgerhäuser und des Stadtraumes seit dem Ausgang des 20. Jahrhunderts hat das historische Mühlhausen für seine Bewohner und Gäste höchst attraktiv gestaltet. Auch durch die Nähe zum UNESCO Weltnaturerbe, dem Nationalpark Hainich, ist eine ideale Kombination von Kultur- und Natururlaub ist in der Mitte Deutschlands möglich und empfehlenswert.

 

  Sehenswert
 
  • Am Frauentor 7 - Antoniusmühle im 14.Jh. als Gewürz/Senfmühle erbaut,  seit 2002 Gaststätte, Fachwerkelement ist hier die Thüringer Leiter.
  • Güldene Ecke 4 - Fachwerk aus dem 16. Jh. im Jahr 2005 freigelegt, 2007 - 4 Auszeichnungen (architektonische und denkmalpflegerische Preise), besondere Elemente:  Rautenkreuze und Ritzer
  • Untermarkt 15 - alte Bäckerei, 1415 als solche belegt, aber schon 1365 als Stätte für Brot u. Backwaren erwähnt, Fachwerk 1952 freigelegt, Fachwerkfelder neu ausgeputzt, Elemente:  Andreaskreuz, Strebenkreuz und  Runder Taustab, Inschrift, Neidkopf
  • Kornmarkt 3 - Brauhaus z. Löwen, einstige Apotheke und ehemaliger 4-Seiten Ackerbürgerhof, 1707 großem Stadtbrand, danach neugebaut, Umbau 1955, besonderes Element:  geschwungene Andreaskreuze, auch Stühle oder Feuerbock genannt
  • Jakobistraße 8 - Handwerkerhaus von 1571, Umbau im 17. & 18. Jahrhundert; Einziges erhaltenes Fachwerkhaus mit niedersächsischen Fachwerkmotiven. Elemente: Inschrift, Fächerrosetten original erhalten (Kartuschen), runder Taustab und Zahnschnitt
  • Marienkirche, Bei der Marienkirche, Müntzer-Gedenkstätte
  • Divi-Blasii-Kirche, Untermarkt, Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs
  • Kornmarktkirche, Kornmarkt, Bauernkriegsmuseum
  • Inneres Frauentor mit begehbarer Stadtmauer, Blobach
  • Rathaus, Ratsstraße 19, historisches Rathaus mit Reichsstädtischem Archiv
  • Jakobikirche, Jakobistr. 1, Stadtbibliothek
  • Synagoge, Jüdenstr. 24 , erbaut 1841
  • Kulturhistorisches Museum, Kristanplatz 7

 

  Feste und Feiern
 
  • Größte Stadtkirmes Deutschlands (letztes Augustwochenende)
  • Mühlhäuser Pflaumenblüte (Pfingsten)
  • Thür. Bachwochen (um Bachs Geburtstag im März)
  • Weihnachtsmarkt (3. Dezemberwochenende)
  • Mittelalterfest – Bauernkriegsspektakel (am Muttertagswochenende)